
Di, 18.07.17:
Ausnahmsweise mit Frühstück ging es heute gleich auf der Route 66 weiter in Richtung Fanning.
Laut Führer gibt es dort den Route 66 Outpost, einen witzigen Souvenirshop. Den Shop haben wir gefunden - Ob er witzig war? Keine Ahnung,
er war noch geschlossen. - und gleich nebenan gab es den weltgrößten Schaukelstuhl. Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob etwas als Stuhl gewertet werden kann, wenn es nur
mit kompletter Kletterausrüstung möglich ist, die Sitzfläche zu erreichen.
Später, in Rolla, sind wir dann auf etwas gestoßen, was manche Leute als hässlich bezeichnen würden. Andere würden sagen, es ist
lächerlich. Ich sage einfach, es ist eine abstrakte (sinnfreie) Stonehenge-Nachbildung. Allerdings hat sie wegen der Erklärungstafeln
immerhin didaktischen Wert.
Über (Dr.) Doolittle sind wir durch super Landschaft bis zum Devil's Ellbow gegondelt. - Die
Flusskurve hat ihren Namen erhalten, weil sie so schwer zu befahren ist. Früher haben die Holzfäller ihre Stämme den Fluss hinuntertransportiert und jeweils kräftig geflucht, wenn
es darum ging, die Kurve 'zu kriegen'. -
Beim Devil's Ellbow hatten wir dann auch einen Grund zum Fluchen, da das geplante Mittagessen im Ellbow Inn wegen Renovation wegfiel. -
Uramerikanische Speisekarte ade. -
Die nächste Enttäuschung folgte dann bereits im nächsten Ort: Lebanon. Im Führer wurde ein Spezialgeschäft empfohlen, Ballhagen's Puzzles war der Name. - Nach einigem umherirren haben wir den früheren Standort vermutlich gefunden, aber das Geschäft wurde aufgegeben
und sämtliche Hinweise darauf waren entfernt. -
Über einen interessanten
Umweg ging es nun weiter bis nach Phillipsburg. - Der Ort hatte die unglaubliche Einwohneranzahl von 202 Personen, als wir ihn betraten. -
Dort fanden wir einen großen Candy-Shop (^^) und den angeblich größten Souvenirshop der Welt. Auch wenn er wirklich riesig war, stellt sich doch die Frage, ob die Behauptung
stimmt. Als pflichtbewusste Touristen deckten wir uns entsprechend ein und verließen Phillipsburg wieder. - Inzwischen war wohl jemand gestorben, da am Ortsausgang nur noch 201
Personen vermerkt waren. -
Da wir es schon lange nicht mehr gemacht haben, traten wir dann eine weitere 'Detour' an: Das Ziel war Branson.
Das 'Familienfreundliche Las Vegas' bietet wirklich irgendwie alles, was man braucht. - Titanic-Museum, Minigolfanlage, Wasserparks, Bahnen und Riesenrad, etc. - Entsprechend ist
es auch der perfekte Ort, um den eigenen Kontostand ein wenig mit der Dürre bekannt zu machen. Um das 'Flüssig-Reservoir' nicht zu sehr zu strapazieren, haben wir uns lediglich
auf die 'immer ausverkauften' Zip-Lines gewagt. - Genau genommen hatten wir mangels Besuchern eine angenehme Privat-Tour. - Die Zip-Lines
sind super, solange man nur zu Zweit, oder zu Dritt ist. Bei größeren Gruppen (von bis zu zwölf Personen) wäre man dann aber doch nur am Anstehen.
Nach dem Einchecken im Branson Vacation Inn and Suites haben wir uns an den Tipp einer Frau vom heutigen Frühstück gehalten. Der
Besuch bei The Duttons, eine uramerikanische Musikerfamilie, ist auf jeden Fall sehr lohnenswert und ein sehr kurzweiliges Vergnügen.