Tag 4

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Do, 13.07.17:

Drei Dinge vorneweg:
1. In Chicago sind Tageskarten 24 Stunden lang gültig, also auch noch am Folgetag.
2. Von heute gibt es (fast) nur Handybilder, da wir den Speicher der Kamera vergessen hatten.
3. Kolumbianer bei einem Konzert: So aktiv wie bei einem Fußballspiel

Heute haben wir das Haus etwas früher verlassen, als gestern. Eigentlich wollten wir Fahrräder mieten, aber da wir dann bereits um 8 Uhr hätten zurück sein müssen, haben wir es sein lassen. Unterwegs zur Metro haben wir noch eine römisch-katholische Kirche entdeckt, die wie eine orthodoxe Kirche aussah, und bei der Metro selber hatte ich mit meiner Vermutung recht, dass in Chicago eine Tageskarte 24 Stunden lang gültig ist. - Papa hatte seine bereits in den Müll geworfen. -

Wir fuhren wieder zum Museum Campus, dieses Mal aber nicht, um ins Shedd Aquarium zu gehen, sonder um das Adler Planetarium zu besichtigen. - Auf dem Weg dorthin stellte Papa fest, dass er den Kameraspeicher im Computer stecken gelassen hatte. -
Das Planetarium selber ist super aufgebaut, mit vielen Infos. Zum Beispiel erfährt man den Grund, weshalb Ursus Major und Ursus Minor lange Schwänze haben, wo doch Bären eigentlich Stummelschwänze haben. Auch gibt es dort viele animierte Vorführungen, die superschön gemacht sind. (Mit dem City Pass sind sie gratis, ansonsten zahlt man Aufpreis.)
Nach dem Planetarium sind wir noch 'kurz' ins Field Museum rübergedackelt. Da wir weniger als drei Stunden Zeit hatten, um das Museum zu besichtigen - es ist gigantisch - und noch eine halbe Stunde für die 3-D-Animation über das Leben des T-Rex Sue reserviert war, konnten wir nur sehr wenig ansehen. Das Wenige war aber ausreichend. Das Museum ist unglaublich! Wir waren insbesonders in drei Spezialausstellungen: Das Leben unter der Erde, Die Vielfalt der Spezies und Tattoos - gerade letzteres hätten wir dort ja nicht erwartet!

Auf 6:30 Uhr gingen wir wieder zur Open-Air-Bühne im Millenum Park von gestern. Eigentlich um einen Chor zu hören, jedoch kam es irgendwie anders. Zuerst trat Xenia Rubinos mit ihrer Band auf. Sie spielten Indie Pop mit dem ich jedoch nicht sehr viel anfangen kann. Totò la Mompesina hat mich mit kolumbianischem Folk sicherlich besser angesprochen. Aber es war auch beinahe unmöglich, nicht mitgerissen zu werden, da das halbe Publikum ausgeflippt ist. - Ich meine: Standing Ovation, bevor man auch nur einen Ton gesungen oder gespielt hat, wo gibt's das sonst?
Patriotismus in fremdem Land weckt halt starke Emotionen!
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