Fr, 21.07.17:
I'm a very pretty girl. It's true, I was told so. - Twice. *proud*
Zum ersten Mal gab es zum Frühstück Rührei mit Speck. Bisher war es immer nur Rührei gewesen. Allerdings sollte man dem Speck keine allzu große Bedeutung beimessen, da 'american
style bacon' knochentrocken gebraten ist.
Die heutige Route war wie folgt:
Von
Tulsa aus über
Sapulpa, Bristow und
Stroud bis nach
Chandler. Dort Zwischenhalt im
Route66 Museum. Danach weiter nach
Arcadia. Anschließend folgte ein kleiner Abstecher nach
Guthrie - der ehemaligen Hauptstadt von
Oklahoma -. Auf Geschichte folgt immer die Gegenwart, entsprechend ging es nach
Oklahoma City. Nach der
Hauptstadt kam
El Reno, von wo aus es unter Auslassung von
Calumet und
Geary direkt nach
Weatherford ging. Auf die Stadt, die hoch hinaus wollte, folgte das Finale:
Clinton.
Viele der soeben aufgezählten Ortschaften sind 'kleine Fische', die im Zuge des Route66-Boomes geblüht hatten. Jedoch ist vor allem die Landschaft zwischen den Orten nicht zu
verachten. Entsprechend taten wir zwischen Sapulpa und Bristow auch einen kurzen, inoffiziellen Abstecher zum
Heyburn Lake.
Wie bereits gesagt erlaubten wir uns in Chandler einen längeren Zwischenhalt im Route66 Museum. - Länger heißt dabei nicht lange, immerhin haben wir heute total 253 Meilen
zurückgelegt. Spontane Abstecher und X-maliges Verfahren natürlich nicht miteinberechnet. - Auf einer Mini-Führung erfährt man alles Wissenswerte über das Gebäude, in dem das
Rt66-Museum ist, und wenn man mit dem Führer ins Quatschen kommt - was keine große Kunst ist - erfährt man auch etwas über den 'american way of life'. Um es zu präzisieren, über
das Motto:
bulldoze it down
In Arcardia gab es eine sogenannte
Roadside Attraction. Direkt am Straßenrand stand eine große, alte, runde und rote Scheune. Auch die
Red Round Barn wäre beinahe 'bulldoze it down' zum Opfer gefallen, Aber sie hatte Glück. Es gab einen, der von Tür zu Tür gegangen ist und
jeden gefragt hat, ob man nicht ein wenig für den Erhalt der Scheune spenden wolle. - Daran sieht man: Es braucht immer nur einen, der aufsteht und sagt: 'So darf das nicht
enden.' -
Den Abstecher nach Guthrie haben wir vor allem wegen zwei Dingen getan: Erstens gibt es in Guthrie ein Zentrum mit 2000 historischen Häusern und zweitens gibt es das
Blue Bell. - Der Saloon ist der älteste in ganz Oklahoma. - Wegen ersterem wurden wir nicht enttäuscht. Es gab wirklich sehr viele altes schöne Häuser
in Guthrie. Zweiteres war allerdings eine erneute Niete auf ganzer Linie. Blue Bell ist zur Zeit geschlossen und ist zum Verkauf ausgeschrieben. - Unser Mittagessen fand
trotzdem statt:
Stacie's hat wahnsinnig große Portionen. -
Der Besuch von Oklahoma City - Die Stadt entstand genau wie Guthrie während des
Land Run von 1889 während weniger Stunden - wurde
größtenteils vom
National Memorial beansprucht. Die Installation erinnert an das Bombenattentat vom 19.04.1995. Damals sprengte ein
Amerikaner mit einer Autobombe 168 Personen zu Tode, darunter 19 Kinder. Viele weitere wurden verletzt und das Attentat hat tiefe Narben in der Seele von Oklahoma
hinterlassen.
Auf unserem weiteren Weg hatten wir eine tiefschwarze Begegnung auf der Straße, die zudem richtig übel gestunken hat: Ein Pickup mit Bootsanhänger qualmte wie ein
Mississippi-Dampfer - Dass die Polizei da nicht sofort auf dem Plan stand, war irgendwie ein (trauriges) Wunder. -
Die weiteren Ortschaften waren wieder eher Durchfahrtsorte. In Weatherford hatten wir dann noch einmal ernsthaft angehalten, um das Rotorenblatt einer Stromwindmühle zu
knipsen.
Endstation war dann in Clinton. - Der Ort wurde weder nach dem ehemaligen Präsidenten, noch nach
Hillary benannt. - Abschließend hatten
wir in der heutigen Unterkunft - dem
Ramada Inn - eine nicht gerade appetitliche Begegnung mit ziemlich großen Insekten, die sich
anscheinend gegenseitig massakriert hatten, denn es lagen einzelne Gliedmaßen rum...