Tag 26

DSC02188
Fr, 04.08.17:

Langsam aber sicher neigt sich unsere Reise dem Ende zu. 
Heute haben wir den Endpunkt der Route 66 erreicht, obwohl wir am Ende streng genommen gar nicht mehr auf der Route gefahren sind.
Bevor wir uns nach Santa Monica aufgemacht haben, haben wir noch die Indian Canyons in Palm Springs besucht. Die drei Canyons, der Andreas Canyon, der Murray Canyon und der Palm Canyon befinden sich in indianischer Hand und sind der Öffentlichkeit als ein Naturpark zugänglich. Von den vielen Wanderwegen, die zur Auswahl standen, haben wir nur einen kurzen, einfachen gewählt - aus Zeitgründen natürlich. - Der Weg durch den Andreas Canyon war wunderschön und man konnte es sich sehr gut vorstellen, dass hier einst Leute gelebt hatten.
Beim Palm Canyon, der größte Canyon seiner Art - Andreas Canyon ist der Zweitgrößte - befindet sich der Souvenir-Shop. Papa wollte sich dort unbedingt eine traditionelle Mordwaffe zulegen - oder wie auch immer man einen Stab mit Teilen eines tierischen Unterkiefers nennt. - Da das Kartenlese-Gerät jedoch die Karte verweigerte, mussten wir nochmals aus dem Park hinausfahren um Geld abzuheben, ehe wir diesen Traum erfüllen konnten.
Über die kürzeste Autobahnverbindung, anstelle erst wieder weit nach Norden zu fahren, wo wir bei Barstow hätten der Route 66 folgen können, erreichten wir nach etwa zwei Stunden Santa Monica, dem offiziellen Endpunkt der Route 66. - Es ist auch inoffiziell der Endpunkt, da man ansonsten im Pazifik landen würde. - Wir haben nicht viel dort gemacht, sind einfach einmal den Pier mit seinem historischen Vergnügungspark entlang und wieder zurückgelaufen.
Auf Santa Monica folgte Venice, das als Schaufenster des kalifornischen Lebensstils gilt. - Das ist jedoch alles andere als korrekt. - Die endlos lange Strandpromenade ist von allerlei Geschäften und Ständen gesäumt, bei denen immer wieder sichtbar wird, dass Venice ein Sammelort der Alternativen ist. Hin und wieder riecht es auch recht stark nach Marihuana. - Besitz und Konsum der Droge wurde von der Bevölkerung als legal beschlossen, der Anbau in großem Stil ist jedoch illegal. - Eine Meile Strandpromenade, Kehrtwende, und eine Meile Sandstrand zurück.
Man arbeitet sich von außen nach innen fort. Nach den Vororten kam das nähere Zentrum von Los Angeles an die Reihe. In Beverly Hills befindet sich der Rodeo Drive, der als die teuerste Shoppingmeile der USA bezwichnet wird. - Tatsächlich ist es so, dass die Läden teuer-leer aussehen und einige schmucke Fassaden und Extras zu finden sind. - Weiter ging es auf dem Sunset Boulevard bis zum Hollywood Boulevard. - Besser bekannt als Walk of Fame. -
Mit viel Stau und stockendem Verkehr kämpften wir uns dann zur Hollywood Bowl vor, die eigentlich gleich um die Ecke liegt. In dem Freilufttheater mit 17.000 Sitzplätzen wurde heute der Indiana-Jones-Film Raiders of the Lost Ark mit Live-Musik gezeigt. Es war eine tolle Erfahrung einen Film in dermaßen großen Dimensionen zu genießen, auch wenn die Leinwand im Verhältnis dazu ein wenig klein war. Interessant auch, wie die Leute mitgingen und bei bestimmten Szenen jubelten oder klatschten. - Besonders toll war, dass man den berühmten HOLLYWOOD-Schriftzug von den Tribünen aus sehen konnte. -
Als Tagesabschluss konnten wir noch unsere Erfahrungen mit dem Verlassen eines sogenannten 'Stopf-Parkplatzes' machen und wuselten uns erfolgreich in das 24 Kilometer entfernte Hyde Park Motel.
Hier werden wir drei Nächte verbringen.