Tag 20

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Sa, 29.07.17:

Der heutige Tag lässt sich in einem Satz zusammenfassen:
'Wir waren im Grand Canyon.'
Denen zu liebe, die nicht dabei gewesen sind, werde ich es aber doch ein wenig ausführlicher machen.

Papas planerische Theorie von wegen früh aufstehen, hat nicht funktioniert. - Das war voraus zu sehen. - Stattdessen hatte ICH das allgemein im Auto entstandene Chaos aufgeräumt, ehe ER es bis zu demselben geschafft hat. Aber genug davon.
Zu Beginn sind wir ein wenig durch Flagstaff gekurvt. Wir wollten das hochgepriesene Stadtzentrum finden. Anstelle eines Zentrums fanden wir zunächst einen Park voller Hunde, da heute irgendeine Art Hundeversammlung angesagt war. Nach der Begegnung mit einem 8-jährigen Hunderiesen fanden wir dann zwar noch das Zentrum, hatten aber keine Lust einen Parkplatz zu suchen und fuhren gleich weiter nach Norden in Richtung Cameron. Auf dem Weg dorthin gab es zwei Zwischenstopps: einen Fälschlichen und einen Absichtlichen.
Der Fälschliche war die Abzweigung zum Sunset-Krater, einem erloschenen Vulkan, von welchem Papa dachte, er sei auf unserer 'Bucket-List'. Da dies nicht der Fall war, habe ich ihn an der ersten Info-Tafel 'eines Besseren belehrt'. Es wäre nämlich nicht möglich gewesen zum Kraterrand zu gelangen.
Der absichtliche Zwischenstopp war ein spontaner, der ebenfalls nicht auf der To-Do-Liste stand: Die Ruinen des Lomaki-Pueblo befanden sich nur vier Meilen von unserer eigentlichen Route entfernt. Anschließend an den Besuch des 'Mikro-Canyons', begaben wir uns via Cameron zum 'Klein-Canyon', der Little Colorado River Gorge. - Laut dem Führer sei dieser Canyon im Vergleich mit dem Grand Canyon 'ein Witz'. - Aber begreife diesen Witz erst einmal! -
Wenn man auf dem Desert View Drive nach dem Besuch des kleinen Canyons weiterfährt, gelangt man automatisch zum 'Nebeneingang' des Grand Canyon National Park. Beim Parkeingang muss man etwas Eintritt bezahlen ($30) und erhält dafür im Gegenzug eine Infobroschüre. - Sogar auf Deutsch. - Der Rest des Tages ist schnell erzählt.
Wir haben all die möglichen Aussichtspunkte besucht, und den Canyon - wenn möglich - fernab von den restlichen Touris bewundert. Beim Grand View Point sind wir einen Teil des Horseshoe Trails gelaufen. - Was hat der Papa geschwitzt. ^^ - Wie lange wir hinunter gelaufen sind, weiß ich nicht - er war jedenfalls mit vielen Fotostopps und einem Picknick garniert. Für den Aufstieg praktisch ohne Stopps haben wir 52 Minuten gebraucht. Deprimierenderweise waren wir noch nicht einmal zur Hälfte in den Canyon hinabgestiegen.
Unser letzter Stopp war der Hauptaussichtspunkt Mather Point und fand im Sonnenuntergang statt. Zuvor hatten wir noch eine Herde Maultierhirsche im Wald neben der Straße angetroffen.
Mit supertoller Blitzkulisse hinter den San Francisco Bergen, aber ohne Regen, fuhren wir mit den letzten Sonnenstrahlen in Richtung Williams.
Nachdem wir unser Zimmer im Canyon Country Inn bezogen hatten - was neben jenem in Amarillo unser bisher charaktervollstes Zimmer ist, - machte Papa sich noch auf den Weg, den Ort zu erkunden (und ein Bier zu trinken).
Sein Fazit: 'Williams spinnt total auf Route 66.'