Tag 7 Remea

Sa, 04.08.18:
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Aufgeweckt von der Tatsache, dass es über Nacht geregnet hatte, und Papas Schuhe, die zum Trocknen und (vor allem) Lüften unters Auto gestellt wurden, komplett  durchnässt worden waren, konnten wir heute als erstes feststellen, dass Ganvais neue Trekkingschuhe (zwar ohne Sohlen, aber sonst unverändert) auch Papa passten. Daraufhin machte Salvea, die sich auf die Suche nach einem Polarfuchsbaby, das angeblich auf dem Hof wohnte, anstatt mit einem kleinen Fellknäuel, mit einer kleinen grauen Ziege Bekanntschaft, die zuerst sie und danach mich hinterrücks überfiel. Nachdem sie jedoch ein paar Mal an den Hörnern gepackt wurde, entpuppte sie sich als anhänglicher Weggefährte, der uns zur Gutskirche des Hofes folgte, welche (der Hof war wohl von Anfang an recht wohlhabend) über ein eigenes Harmonium verfügte, und schliesslich versuchte, in unseren treuen Goldi zu klettern.
Nach dieser kurzen und recht amüsanten Begegnung machten wir uns direkt auf den Weg zu einer der größten Attraktionen Islands, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Es sind der Wasserfall Selfoss und die Hauptattraktion, der Wasserfall Dettifoss, welche beide aus dem Fluss Jökulsá á Fjöllum (Gletscherfluss aus den Bergen) entstanden sind, als dieser sich durch Gestein mit verschiedener Härte frass. Der Selfoss, der etwa einen Kilometer stromaufwärts vom Dettifoss entfernt liegt, ist verglichen zum 44m hohen Dettifoss mit seinen 10m Höhe ein eher kleiner Wasserfall. Dafür überzeugt er mit vielen Kaskaden, unglaublichen Wassermassen und einer rauhen Kraft genauso wie sein großer Bruder, der sich bei unserem rauen Wetter in die schier unendlichen Tiefen der Nebelschwaden unter uns ergoss.
Nach einem schnellen Mittagessen auf dem Parkplatz der beiden Fälle, zuckelten wir weiter bis zu den Solfataren am Fuß des N
ámafjall, einem Bergrücken und aktiven Vulkan in der Umgebung vom Mývatn. Die Hauptattraktionen hier waren neben den berühmten heißen Schlammtöpfen, den rauchenden Löchern und dem Schwefelgestank auch die vielen Pseudo-Krater, die vor Langer Zeit in der fließenden Lava entstanden sind.
Nach diesen windigen, kalten und nicht ganz geruchsfreien Abenteuern ging es für uns auf zum Naturbad Jarðböðin auf der anderen Seite des Hügels, wo wir das 41°C warme Wasser und die tolle Aussicht aufs Meer genossen.
Als letzte Station heute galt nun nur noch der Campingplatz Hei
ðarbær zu finden, der sich südlich von unserer morgigen Station Húsavik befindet. Auf der Fahrt dorthin entdeckten wir jedoch noch ein letztes Highlight des Tages, bevor wir endgültig in die Abenddämmerung hineinfuhren. Es war einer der weltweit grössten und schönsten Explosionskrater überhaupt: Der Krater Hverfjall, der vor über 2500 Jahren durch eine einzige, riesige Gasexplosion entstand.






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