31. Juli 2019
Die erste Morgenhälfte war von Gemütlichkeit, bzw. dem alltäglichen Wer-schält-sich-wann-und-wie-aus-seiner-Koje geprägt, denn es regnete immer wieder. Dazu gehörte auch die
Klärung der Frage, wie man eine Parkgebühr ohne Münz und Kreditkarte entrichtet; klar, mit dem Handy... Just als wir uns zu Fu
ß in Richtung der Küste aufmachten, trafen wir die Kontrollequipe, denen das moderne Züüg auch noch nicht wirklich vertraut war. Eine
wunderschöne Landschaft entlang der Kalksteinklippen bot sich uns auf unserer Wanderung zunächst entlang des Golfplatzes in Richtung Südwest und später dann in den Nordosten
von Étretat: Vom Kap
Falaise d'Avalat sieht man nicht nur auf die Felsnadel
Aiguille, sondern
auch auf den Torbogen
Manneporte. Zwischendurch haben wir gefühlte zehn Mal die Jacken an- und wieder ausgezogen... Vom
Falaise d'Amont ergibt sich ein schöner Blick auf den Ort, der einst ein Fischer- und später ein Badeort war.
1927 waren über dem Ort die Piloten Nungesser und Coli beim Versuch eines Transatlantikfluges zum letzten Mal gesehen worden...
Im Zweiten Weltkrieg verschanzten sich hier die Deutschen, und in den letzten Jahren hat sich ein nicht übersehbarer Tourismus rund um die verschiedenen Kalksteinformationen
entwickelt.
Nach ausgiebiger Rundtour samt Ergänzung der Küchenvorräte gondelten wir noch gemächlich weiter bis Le Havre, wo wir uns etwas oberhalb der Stadt auf einem neueren
Camper-Standplatz zur Nacht installierten. Der Abend klang bei einem Outdoor-zNacht und dem zweiten Indiana-Jones-Film (Tempel des Todes) aus.